Freude durch Begegnung - Live To Love Care - August 2020

Die Live To Love Care-Aktionen gehen weiter: Gerade jetzt, da viele Menschen Angst vor einer zweiten Infektionswelle haben, wollen wir den Älteren mit neuen CARE-Taschen und Tütchen Freude bringen, Mut machen und unsere Wertschätzung ausdrücken.
 
Das Team in NRW besuchte eine Seniorenwohngemeinschaft in Hörstel-Bevergern. Im Korb diesmal dabei: Tütchen mit Blumen, selbstgemachter Marmelade, Süßigkeiten, eingelegten Gurken, sowie frische duftende Kräutern.
Viele der zwölf Bewohner hatten in den letzten Monaten nur sehr wenige Sozialkontakte - mit Besuchern, die „einfach so“ vorbeikommen und ein offenes Ohr haben, hatte niemand gerechnet.
 
  
© Agnes Forsthuber / Live To Love Germany 
 
Umso größer war die Freude. Eine Dame sagte, dies sei ja wie „Weihnachten“.
Besonderen Anklang fanden die Kräuter, die gleich mit in die Planung des Abendessens einbezogen wurden. Auch wurden in warmherzigen Gesprächen untereinander Rezepte aus der Kräuterküche getauscht.
 
Das Team in Hamburg machte sich am vergangenen Sonntag zu den Obdachlosen in die Hamburger Innenstadt auf den Weg. Auffallend viele der Menschen kamen aus Südosteuropa. Sie waren als Arbeiterinnen und Arbeiter in Deutschland beschäftigt, wurden durch die Pandemie arbeitslos und landeten auf der Straße.
 
© Agnes Forsthuber / Live To Love Germany 
Die Frauen, die wir trafen, waren alle sehr zurückhaltend. Erst nach einiger Zeit entwickelten sie bei einem Becher Tee und einem Brötchen Vertrauen - dann nahmen sie die Geschenktüten an. Als sie Getränke, Obst, Süßigkeiten und Hygieneartikel auspackten, war die Freude sehr groß. Als eine junge Frau an einem kleinen Deo-Zerstäuber roch, stiegen ihr Tränen in die Augen.
Ein Mann erzählte, dass ihm Geld für die Rückkehr in die Heimat fehle, ein anderer hatte Angst vor der Entwicklung des Virusgeschehens in seinem Land.
 
„Hamburg Straße besser als Rumänien“, darüber waren sich zwei junge Männer einig. In Rumänien hätten sie auch keine Arbeit, kein Dach über dem Kopf und nichts zu essen. In Hamburg obdachlos zu sein, sei schwierig, aber es gäbe Hilfsangebote und man müsse nicht hungern.
 
So machen wir weiter mit Live To Love CARE, motiviert durch viele bewegende und beide Seiten glücklich machende Begegnungen!
 
2. August 2020
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