CARE-Aktion für geflüchtete Frauen und Kinder - September 2021

Gerade die einfachen Spiele machen am meisten Spaß: Und sicher gehören Gummitwist und Springseil mit dazu. Leider sind sie nahezu in Vergessenheit geraten. Aber man kann sie leicht wiederbeleben.
 
Erinnert ihr euch? Stundenlang hüpfte man mit Freund:innen zwischen den gespannten Bändern oder versuchte mit Füßen versetzt darauf zu treten. Hierbei kommt es ganz besonders auf Geschicklichkeit, Rhythmusgefühl und Körperbeherrschung an. Oder man bemühte sich mit dem Springseil, die Zahl der Sprünge immer wieder zu toppen. Dieses Spielutensil fördert die Koordination, die Sicherheit der Bewegungen, Stabilität, Ausdauer und Kraft. Wer hüpft, trainiert alle Muskelgruppen, vor allem aber das Herz-Kreislauf-System.
 
Beide - Gummitwist und Springseil - gehörten diesmal mit in die CARE-Tütchen, die ein Live To Love-Team in eine Hamburger Flüchtlingsunterkunft brachte. Derzeit leben hier 50 Frauen mit ihren Kindern aus Afghanistan, Mazedonien, Serbien, Malaysia und vielen anderen Ländern. Sie alle kommen aus politischen oder auch familiären Verhältnissen, in denen sie Gewalt erfahren haben und jetzt besonderen Schutz und Betreuung bedürfen. Für die Kinder aus den unterschiedlichen Kulturen war Gummitwist etwas Neues, das es erst einmal zu entdecken gab. Sprachbarrieren wurden über das Tun - und Ausprobieren aufgehoben.
 
© Agnes Forsthuber / Live To Love Germany
 
Mit leuchtenden Augen und stiller Freude holten die Frauen sich Strickwaren ab, die in einem Extrakorb zusammengestellt waren: Krabbeldecken für die Kleinsten, Bettschuhe und vieles mehr. Eine Frau aus Werlte in Westfalen hatte diese Strickwaren voller Hingabe während des Covid-Lockdowns extra für diesen Besuch hergestellt. Eine ältere Flüchtlingsfrau bat uns, eine Freundin anzurufen, die deutsch sprechen konnte, der wir erklärten, wie man ein Fußbad mit Zitronenöl macht.
Melike Köylüce von Fördern & Wohnen hatte alles bestens unter den derzeit geltenden Hygienebedingungen organisiert: Jede Frau erhielt einen Zettel mit einer Nummer, die auf einer Liste einem Alter zugeordnet war-so war es leicht, die entsprechend zusammengestellten Inhalte in den Tüten zu verteilen.
 
Die Frauen fühlen sich in dieser Unterkunft sehr wohl und gestalten ihr Leben in Hamburg ausgesprochen autark. Die Nachbarschaft hatte sich im Vorfeld der Eröffnung Gedanken gemacht, was denn die kleinen Familien brauchen könnten - eine Schule spendete zum Beispiel ein Whiteboard mit Equipment. Füreinander und miteinander sein - teilen, was man hat - und schon entstehen Begegnungen, die viele glücklich machen.
DANKE für den herzlichen Empfang und die erfüllten Momente! Wir bewundern Eure Arbeit, die Ihr voller Hingabe ganz dem Wohl der Frauen und Kinder widmet.
 
12. September 2021
 
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